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Von Simon am 13. August 2026

Was steckt eigentlich in einem Smartphone?

 

Du hältst es täglich in der Hand, steckst es in die Hosentasche und lädst es über Nacht. Aber hast du dich schon einmal gefragt, was eigentlich in einem Smartphone steckt? Ein modernes Smartphone gehört zu den komplexesten Alltagsgeräten überhaupt. Es besteht aus mehreren hundert Einzelteilen und enthält mehr als 60 verschiedene chemische Elemente.

Hinter jedem Gerät steckt außerdem eine lange Reise rund um die Welt und ein hoher Aufwand an Rohstoffen, Energie und Know-how.

Ein Gerät, viele Rohstoffe

Ein Smartphone enthält bekannte Materialien wie Aluminium, Kupfer, Glas und Kunststoff. Daneben stecken aber auch zahlreiche seltene und wertvolle Rohstoffe im Inneren, die für viele Funktionen unverzichtbar sind.

Gold findet sich in Leiterbahnen und Kontakten. Es leitet Strom besonders zuverlässig und korrodiert kaum. Pro Smartphone sind zwar nur wenige Milligramm verbaut, bei Milliarden produzierten Geräten weltweit summiert sich das jedoch zu erheblichen Mengen.

Kobalt ist ein wichtiger Bestandteil moderner Lithium-Ionen-Akkus. Ein großer Teil des weltweit geförderten Kobalts stammt aus der Demokratischen Republik Kongo. Dort gibt es sowohl industrielle Minen als auch handwerklichen Bergbau, der teilweise unter schwierigen Arbeitsbedingungen stattfindet.

Seltene Erden wie Neodym, Dysprosium oder Terbium stecken unter anderem in Lautsprechern, Vibrationsmotoren und Kameramodulen. Der Name ist etwas irreführend: Die Elemente sind nicht unbedingt selten, ihre Gewinnung und Verarbeitung ist jedoch aufwendig und kann die Umwelt stark belasten.

Indium sorgt dafür, dass der Touchscreen auf Berührungen reagieren kann. Es ist ein Nebenprodukt des Zinkabbaus und nur begrenzt verfügbar.

Lithium macht moderne Akkus leicht und leistungsfähig. Ein großer Teil des Lithiums wird aus Salzseen gewonnen. Diese Förderung benötigt viel Wasser und steht insbesondere in trockenen Regionen immer wieder in der Kritik.

Wie ein Smartphone entsteht

Bis ein Smartphone fertig produziert ist, legt es oft eine erstaunliche Strecke zurück. Rohstoffe werden weltweit abgebaut, anschließend verarbeitet und zu einzelnen Bauteilen weiterentwickelt. Prozessoren stammen häufig aus Taiwan oder Südkorea, Kameramodule aus Japan, Akkus aus China und viele weitere Komponenten aus zahlreichen anderen Ländern.

Bevor ein Smartphone schließlich in deinen Händen landet, hat es bereits eine globale Lieferkette durchlaufen, mit entsprechendem Energieverbrauch und Transportaufwand.

Warum die Herstellung den größten Einfluss hat

Die Herstellung eines neuen Smartphones verursacht, je nach Modell, rund 60 bis 90 Kilogramm CO₂-Äquivalente. Der größte Teil dieser Emissionen entsteht bereits, bevor das Gerät überhaupt eingeschaltet wird: bei der Rohstoffgewinnung, der Produktion der Bauteile und dem weltweiten Transport.

Das bedeutet auch: Der größte Hebel für mehr Nachhaltigkeit ist eine möglichst lange Nutzung. Wer sein Smartphone einige Jahre länger verwendet oder sich für ein refurbished Gerät entscheidet, spart einen Großteil der Ressourcen und Emissionen ein, die bei der Herstellung eines neuen Smartphones entstehen würden.

Warum Recycling allein nicht reicht

Alte Smartphones enthalten viele wertvolle Rohstoffe. Gold, Kupfer oder seltene Erden lassen sich grundsätzlich zurückgewinnen. In der Praxis ist das jedoch aufwendig und nicht alle Materialien können vollständig recycelt werden.

Deshalb gilt: Recycling ist wichtig, ersetzt aber nicht die möglichst lange Nutzung eines Smartphones. Das nachhaltigste Gerät ist oft das, das bereits produziert wurde und noch viele Jahre zuverlässig genutzt werden kann.

Was passiert mit alten Smartphones?

Weltweit entstehen jedes Jahr viele Millionen Tonnen Elektroschrott. Smartphones machen davon zwar nur einen kleinen Teil nach Gewicht aus, enthalten aber besonders viele wertvolle Rohstoffe auf engem Raum.

Wer ein altes Smartphone ungenutzt in der Schublade liegen lässt oder falsch entsorgt, entzieht diese Materialien dem Kreislauf. Werden Geräte dagegen weitergenutzt oder fachgerecht recycelt, können wertvolle Ressourcen länger erhalten bleiben.

Was Clevertronic damit zu tun hat

Jedes Smartphone, das bei Clevertronic professionell aufbereitet und weiterverkauft wird, verlängert den Lebenszyklus eines bereits produzierten Geräts. Die Rohstoffe wurden bereits gewonnen, die Herstellung hat bereits stattgefunden. Durch Refurbishment kann ein Smartphone oft noch viele weitere Jahre zuverlässig genutzt werden.

Das ist kein Marketing. Das ist die logische Konsequenz aus dem, was in einem Smartphone steckt.

Up to date, nicht up to waste.

Dein Clevertronic-Team aus Münster

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